Der lange Januar ...


Mit drei Siegen und einem Unentschieden hat die dritte Mannschaft der Dart-Piraten im ersten Saisonteil einen unerwartet guten Start hingelegt. Deutlich besser als erhofft war die Verbesserung der eigenen Leistungen wahrzunehmen. Zudem gab es auch keine einzige zweistellige Niederlage für die Dritte.

 

Der Landesliga-Spielplan hatte für den Januar nun schwere Aufgaben auf dem Plan. So ging es jede Woche ans Oche und das dann gegen "die von oben" in der Tabelle. Da auch der HDL-Spielplan Anfang Januar zu wöchentlichen Spielen aufrief, war es eine Gratwanderung, zu den allen Ligaspielen auch gut besetzt anzutreten. Das ist zum Glück auch gut gelaufen, die Motivation und der Ehrgeiz stimmen!


Im ersten Spiel des neuen Jahres stand man zunächst der eigenen Zweiten gegenüber. Nachdem das Pokalspiel im Dezember nur knapp mit 5:7 an die Zweite ging, rechnete man sich im Umfeld der Dritten insgeheim doch aus, ein ähnliches Ergebnis oder gar ein Remis zu erzielen. Tja, stattdessen stand am Ende eine deutliche 3-9-Lehrstunde durch die Zweite auf dem Papier. Verdient, weil die Zweite eben ihre Leistungen abrufen konnte. Die Dritte hatte Probleme mit den eigenen Nerven und die knappen Spiele gingen daher eben verloren.

In der folgenden Woche erhielten wir dann Besuch vom Landesliga-Tabellenführer. HSV5 musste sich in diesem Spiel deutlich mehr abmühen, als sie es wohl erwartet hatten. Leider fehlte am Ende aber eines der beiden ersten Doppel auf der Habenseite, so dass HSV5 am Punktverlust im letzten Hinrundenspiel vorbeischrammte. 

Die am folgenden Wochenende nette Weihnachtsfeier mit Essen und Bowlen war ein netter Zeitvertreib zwischen den vielen Spielen.

DVH2 kam danach zum Auftakt der Rückrunde zu uns in die Domschänke. Ein achtbares 4-8 am ersten Spieltag gegen den Verbandsliga-Absteiger ließ uns hoffen, zu Hause noch besser abzuschneiden. Hier ging bis zu den letzten Einzeln jede der beiden zeitgleichen Paarungen 1:1 auseinander. Die Dritte war also auch wieder gut im Spiel. Genickbrecher war dann aber, dass die letzten beiden Einzel fast zeitgleich mit 2-3 an DVH2 gingen. Das erste der beiden letzten Doppel ging schnell an die Dritte; damit war das Unentschieden wieder möglich. Aber DVH2 zitterten die Hände eben etwas weniger und gewann das letzte Doppel mit 3-2. Also wie in der Vorwoche ein knappes und umkämpftes 5:7 gegen ein Spitzenteam der Landesliga. Achtbar und gut, aber dennoch ärgerlich...


Das letzte Spiel im Januar führte die Dritte dann nach Bergedorf, zu ASV2. Im Hinspiel gab es eine  verdient hohe 3-9-Niederlage und ASV2 zeigte damals mit vielen Sonderleistungen, wie man den Gegner dominiert. Aber die anfangs reine Weste der Bergedorfer hatte in den Wochen zuvor Flecken erhalten, da eben nicht mehr alle Spiele gewonnen wurden. Auch unsere zweite konnte dabei ein Remis abtrotzen. Zum Start gingen die ersten vier Einzel aber gleich an Bergedorf. Ein denkbar schlechter Start, der gegen einen solchen Gegner eigentlich nicht mehr aufzuholen ist. Aber die Dritte gab sich nicht auf und schon in den ersten beiden Doppeln konnte man zurückschlagen, beide mit 3-2 gewinnen. Und auch die beiden folgenden Einzel gingen an die Dritte, also Ausgleich zum 4:4. Dann in den letzten Einzeln auch ein 1:1 und diesmal ging es mit 5:5 in die Schlussdoppel und nicht mit 4:6 wie in den beiden letzten Spielen... Und dass die Dritte aus den ganzen knappen Niederlagen schon gelernt hat, konnte man dann sehen. Der erste Teil der Schlussdoppel ging schnell an die Dritte, im letzten Doppel führte man dazu mit 2:0. Ausmachen konnte man dann nach dem Kampf mit den eigenen Nerven zum 3:2 und damit zum 7:5 Gesamtsieg. Eine Sensation? Nein, aber sicherlich so etwas wie ein Gesellenstück des Teams, das schön zeigt, wie man sich im Laufe der Saison verbessert hat und dass die Dritte sich nicht so schnell aufgibt, auch wenn es schlechte Phasen in den Spielen gibt. Die Frage eines Bergedorfers, "ist das Euer erster Sieg?", wird sicher nicht mehr so häufig kommen, wenn man auch bei anderen Gegnern wahrnimmt, dass die Dritte Mannschaft nicht mehr im Schongang zu schlagen und Ernst zu nehmen ist.


Zum Ende des Spiele-Marathons zum Jahresbeginn stand Anfang Februar das Spiel gegen AoD3 auf dem Spielplan. Und das war ein ganz anderes Spiel. Im Hinspiel gab es den ersten Sieg der Saison für die Dritte. Da AoD3 im Moment auch nur den vorletzten Platz der Landesliga belegt und zuletzt sogar nicht mal mit acht Spielern zum Auswärtsspiel bei DVHN antrat, war die Dritte durchaus als Favorit anzusehen. So muss man auch erst lernen, mit der steigenden Erwartungshaltung umzugehen und wirklich zu punkten. Und die Dritte merkte schnell, dass es ein langer Abend werden sollte. Nicht nur, dass AoD3 mit mehr als acht Spielern in der Domschänke ankam, nein, AoD war auch in sehr starker Besetzung da. Logisch, dass AoD das Spiel selbst gewinnen wollte. 


Allen Warnungen zum Trotz begann das Spiel wie ein Deja-vu der Vorwoche. Die ersten vier Einzel gingen erneut an den Gegner!. Mag es an eigener Übermotivation gelegen haben oder an Matches, die uns nicht lagen, es lief einfach von Beginn an nicht. Der Wille war da, aber das letzte Quäntchen Glück fehlte einfach beim Checken. Und auch in diesem Spiel rechnete sich die Dritte noch etwas aus, den schlechten Start vielleicht noch einmal wettzumachen. Aber nachdem nur eines der ersten beiden Doppel gewonnen wurde, ging es zu Beginn des 2. Blocks voll in die Hose. Zwei weitere Einzelniederlagen der Dritten besiegelten bereits frühzeitig die Niederlage! Da nutze die Kosmetik am Ende auch nichts, als die letzten vier Matches mit zwei Sonderleistungen wenigstens noch zum neuen Lieblingsergebnis führten. Da war der Druck eben auch nicht mehr da. Also wieder eine 5:7-Niederlage. 


Ein Rückschlag?! Nein, denn gegen Gegner, die am Spieltag gut spielen, kann man verlieren. Unsere Einstellung war gut, aber es lief lange Zeit nicht. Man muss eben lernen, solche Spiele zu gewinnen. Und daran wollen wir arbeiten. Das kann ein einziger Check sein, den man einfach mal macht, üben wir also weiter und versuchen, die Schwächen abzustellen. Denn nach unseren zwei Wochen Erholung steht das Spiel bei DVHN auf dem Plan. Und die möchten sich sicher ordentlich für das unerwartete 6:6 im Hinspiel revanchieren.... Ziehen wir uns warm an.